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Pressemitteilung Nr. 17 – Solidaritätserklärung mit Betriebsrätin

+++ Betriebsrätin gekündigt, Ver.di ausgesperrt, Reinigungskräfte aus Teams gerissen – Zustände im Kreiskrankenhaus Ludwigsburg +++

Stuttgart, den 10. Dezember 2015, Die Sanitätsgruppe Süd-West erklärt hiermit ihre Solidarität mit der Betriebsrätin, die von ihrem Arbeitgeber, den Kreiskliniken Ludwigsburg-Bietigheim, die Kündigung erhalten hat.

„In letzter Zeit spitzen sich die Zustände im Klinikum Ludwigsburg immer weiter zu. Es scheint fast so, als ob der Geschäftsführung an einem guten Arbeitsklima nicht im Geringsten gelegen sei. Vielmehr scheint einzig und allein eine Kostenreduzierung auf dem Rücken der Beschäftigten von Intersse zu sein. Dass im November zwei Gewerkschaftssekretäre von Ver.di entgegen geltenden Rechts ein Hausverbot bekamen, Reinigungskräfte gegen den Betriebsrat aus ihren Teams gerissen werden und nun sogar eine Betriebsrätin gekündigt wurde erscheint nur als Spitze eines Eisbergs von Missständen in der besagten Klinik. Die Betriebsrätin hat alles richtig gemacht, immer wieder die Finger in die Wunde zu legen und aufzuzeigen, was flasch läuft. Sie hat unsere volle Unterstützung!“ fasst Lena Schmidt, Pressesprecherin der Sanitätsgruppe Süd-West die Situation zusammen.

Die aktuellen „Optimierungen“ im Krankenhaus Ludwigsburg kommen weder den Beschäftigten, noch den Patienten zu Gute. Die Einsparungen bei den Reinigungskräften dürften sich unweigerlich auf die Hygiene im Krankenhaus auswirken und die ohne hin schon überlasteten Pflegekräfte noch mehr in Anspruch nehmen.

Weitere Infromationen sind zu finden unter: https://klinikumludwigsburg.wordpress.com/

Am Freitag, den 11. Dezember 2015 findet um 14 Uhr vor dem Landratsamt Ludwigsburg eine Solidaritätskundgebung statt. Die Verhandlung vor dem Arbeitsgericht ist für den 14. Januar 2016 am Arbeitsgericht Ludwigsburg angesetzt.

Pressemitteilung Nr. 16 – min. 89 Verletzte bei Protesten gegen den NPD-Bundesparteitag

Weinheim, den 21. November 2015, Die Sanitätsgruppe Süd-West sicherte am heutigen Samstag die Proteste gegen den Bundesparteitag der NPD in Weinheim ab.

Lena Schmidt, Pressesprecherin der Demosanitäter, fasste die Ereignisse des Tages aus Sicht des Sanitätsdienstes zusammen: „Während sich die Polizei uns gegenüber mit Ausnahme von Einzelfällen weitgehend kooperativ verhielt, ging sie gegen die Demonstraten vor allem im Bereich Nördliche Hauptstraße, Ecke Birkenauer Talstraße sehr provokativ und gewaltsam vor. Mehrfach mussten Patienten mit dem öffentlichen Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt zählen wir 89 Behandlungen von Verletzten, bis auf Einzelfälle durch Polizeigewalt verursacht. Erfahrungsgemäß ist zusätzlich von einer großen Dunkelziffer leicht verletzter Demonstraten auszugehen, die nicht bei uns vorstellig wurden.“

Bereits in den Morgenstunden waren zahlreiche Demonstrantinnen gekommen, um ein Zeichen gegen Fremdenhass und Intolleranz zu setzen. Dazu blockierten sie mit mehreren großen Gruppen die Zufahrtsmöglichkeiten zur Stadthalle, in der der Parteitag statt fand. Am Nachmittag schlossen die Proteste mit einer großen Demonstration durch die Weinheimer Innenstadt ab.

Beim öffentlichen Rettungsdienst wollen wir uns für eine außerordentlich gute und professionelle Zusammenarbeit bedanken.

Pressemitteilung Nr. 15 – Gegenproteste Homphobendemo Stuttgart – Sanitätsdienst

+++ 16 Verletzte, Polizei geht gegen Demonstranten vor +++

Stuttgart, den 11. Oktober 2015 Nach der Sommerpause demonstrierten erneut homophobe „Bildungsplangegner“ durch Stuttgart. Mit buntem, vielfältigem Protest zeigten die Stuttgarter Bürger, dass Stuttgart eine weltoffene und tollerante Stadt ist. Vom Staatstheater wehte ein Riesenbanner mit der Aufschrift „Vielfalt“.

Die Sanitätsgruppe Süd-West sicherte diesen Gegenprotest sanitätsdienstlich ab. Lena Schmidt – Pressesprecherin – fasste die Vorkommnisse des Tages zusammen: „Zunächst blieb alles mit Ausnahme eines kurzen Pfeffersprayeinsatzes friedlich. Wir durften beiwohnen, als viele Bürger ein Zeichen für vielfältiges Miteinander setzten. Nach Ende der homophoben Abschlusskundgebung kam es nach rechten Provokationen zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gegendemonstraten. Dabei ging die Polizei unverhältnismäßig hart vor. Insgesmat wurden 16 Persone verletzt und mussten teilweise im Krankenhaus behandelt werden. Durch das Vorgehen der Polizei wurde auch eine unbeteiligte minderjährige Passantin in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem verweigerte die Polizei die Behandlung eines offensichtlich verletzten Festgenommen.“ Lena Schmidt betrachtete mit Sorge den zunehmenden rücksichtslosen Einsatz von Pferdestaffeln, von dem eine erhebliche Verletzungsgefahr ausgeht.

Pressemitteilung Nr. 13 – PEGIDA in Stuttgart – Sanitätsdienst der Gegenproteste

+++ 40 Verletzte bei Polizeieinsatz, breites Bündnis stellt sich PEGIDA entgegen +++

Stuttgart, den 17. Mai Zum ersten Mal rief am heutigen Sonntag die sogenannte PEGIDA-Bewegung zu einer Kundgebung in Stuttgart auf. Ein breites Bündnis aus der Mitte der Gesellschaft hatte zu einem bunten und entschlossenen Protest aufgerufen. Ein großes Polizeiaufgebot schützte den festungsartigen Versammlungsort der Rechtspopulisten. Lena Schmidt von der Sanitätsgruppe Süd-West fasste zusammen: „Wir wurden heute insgesamt 40 mal zu Hilfe gerufen. Die Polizei setzte immer wieder Pfefferspray ein. Hinzu kamen einzelne Verletzungen durch Schlagstockeinsatz. Besonders auffällig ist in letzter Zeit der zunehmend aggressivere Einsatz von Polizeipferden. Auch heute wurde immer wieder direkt in die Demonstranten geritten und somit schwere Verletzungen riskiert.“