Herrenberg blieb heute bunt

Geschützt von einem Großaufgebot der Polizei versammelte sich heute die sogenannte Alternative für Deutschland in einem Gitterkäfig an der Stadthalle von Herrenberg. Währenddessen zeigte die kleine Stadt im Landkreis Böblingen klare Kante gegen Rechts. Von der Antifa-Flagge über ein Grünen-Banner bis zur CDU-Fahne, ein buntes Meer (oder vielleicht besser Mehr) an Menschen beteiligte sich an dem bunten und vielfältigen Protest, der den Parkplatz vor der Stadthalle umringte. Dabei ließen es sich einige Demonstrant*innen nicht nehmen, die Einfahrt zur AfD-Kundgebung zu blockieren.

Die Sanitätsgruppe Süd-West e.V. sicherte die bunten Gegenproteste mit zwei Teams sanitätsdienstlich ab. Leider mussten wir im Laufe der Zeit mehrere Personen behandeln, die durch Polizeimaßnahmen verletzt wurden. Eine Person musste zur Weiterbehandlung an den öffentlichen Rettungsdienst übergeben werden. Wir wünschen allen eine gute Besserung und bedanken uns bei den Kolleg*innen der Johanniter für die gute Zusammenarbeit.


“Linke Politik verteidigen!”

Unter dem Motto “Linke Politik verteidigen!” gingen heute ca. 600 Antifaschist*innen in Stuttgart auf die Straße. Anlass der überregionalen Mobilisierung war das Urteil im sogenannten Wasenprozess, bei dem zwei Antifaschisten nach einer Auseinandersetzung mit rechten Pseudogewerkschaftern von “Zentrum Automobil” zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.

Die Sanitätsgruppe Süd-West e.V. sicherte die Demonstration mit 6 Demonsanitäter*innen ab. Es gab lediglich eine kleinere Behandlung.


Vorabend-Demonstration zur Bundestagswahl

Unter dem Motto “Antifaschistisch kämpfen! …weil uns keine Wahl bleibt!” war am Tag vor der Bundestagswahl überregional nach Mannheim mobilisiert worden. Wir sicherten zusammen mit weiteren Demosanitäter*innen die Demonstration ab, an der sich eine dreistellige Zahl Menschen beteiligte. Es gab keine Auseinandersetzungen.

Danke den weiteren Demosanitäter*innen für die gute Zusammenarbeit!


“Wir sind alle Linx” Großdemonstration

Gestern sicherten wir zusammen mit weiteren Demosanitätsgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet die “Wir sind alle Linx” Großdemonstration in Leipzig ab. Verschiedenste Spektren der radikalen Linken hatten nach Leipzig mobilisiert, um gemeinsam ein Zeichen gegen staatliche Repression zu setzen. Kernforderungen waren u.a. die Freilassung der Antifaschistin Lina und die Auflösung der sogenannten Soko Linx der sächsischen Polizei.

Allen beteiligten Demosanitätsgruppen danken wir für die gute Zusammenarbeit.


Einsatz in Weimar

Am vergangenen Samstag sicherten wir zusammen mit anderen Demosanitätsgruppen die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Weimar ab. Dabei wurden insgesamt 41 Patient*innen versorgt (18 davon von uns). Die Polizei setzte mehrfach körperliche Zwangsmaßnahmen inklusive Pfefferspray gegen die Demonstrierenden ein. Auch Demosanitäter*innen anderer Gruppen mussten trotz Kennzeichnung Angriffe durch die Polizei beklagen – wir glücklicherweise nicht. Die Left Wing Demo Medics aus Berlin schreiben dazu in ihrer Pressemitteilung: “Die Polizei hat unsere Arbeit heute gestört und uns damit auch davon abgehalten schnellstmöglich Hilfe zu leisten, als diese gebraucht wurde. Das finden wir nicht hinnehmbar.”

Wir schließen uns der Forderung an die Polizei an, Demosanitäter*innen in Zukunft nicht zu behindern und ihre Arbeit machen zu lassen.

Den anderen Demosanitäter*innen, u.a. von den Left Demo Medics, den Riot Medics Berlin, und der Allgemeine Sanitätsinitative Dresden, danken wir für die gute Zusammenarbeit.


Auf dem Heimweg

Während heute in Stuttgart der Sanitätsdienst beim Klimacamp von Kesselbambule in den 2. Tag startete, unterstützten wir zusätzlich mit einem Team die Sanitätsstrukturen aus Freiburg bei der Absicherung einer überregionalen antifaschistischen Mobilisierung.

Eine hohe dreistellige Zahl Demonstrant*innen war heute nach Freiburg gekommen, um nach einem faschistischen Messerangriff ein Zeichen zu setzen. Mehrfach wurde die Demonstration von der Polizei zeitweise gestoppt. Dabei kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Verletzten auf beiden Seiten.

Nun befinden wir uns nach einem anstrengenden Tag auf dem Heimweg.


Proteste gegen Wahlkampfveranstaltung der AfD

Heute sicherten wir mit einem Team die antifaschistischen Proteste gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Reutlingen ab.

Der Protest begann mit einer Spontandemonstration vom Reutlinger Bahnhof zum Tübinger Tor. Dort wurde die AfD Veranstaltung in Sicht und Hörweite von direkten Protesten begleitet. Im Anschluss brachte eine weitere Spontandemonstration die Teilnehmer*innen wieder zurück zum Bahnhof. Dort versuchte die Polizei einzelne Demonstrant*innen zu separieren, was zu körperlichen Auseinandersetzungen führte. Wir mussten insgesamt 6 Patient*innen versorgen.