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Psychosoziale Notfallversorgung

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV):
Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) unterstützt unsere Sanitätskräfte bei ihren Einsätzen auf Versammlungen und Veranstaltungen. Das auf “psychische Erste Hilfe” spezialisierte Team aus Einsatzkräften mit Ausbildungen im psychologischen und sozialen Bereich stellt bei unseren Sanitätseinsätzen eine Ergänzung zu den notfallmedizinischen Teams dar. Immer wieder kommte es im Umfeld von politschen Aktionen und Demonstrationen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und anderen schwer verarbeitbaren Ereignissen. Nicht jede Person, die in diese Situationen gerät, kann mit ihnen gleich gut umgehen. Sind die persönlichen und sozialen Ressourcen im Umgang mit der Situation erschöpft, kann unser Team professionelle Hilfe leisten, um die emotionale Belastung abzubauen. Dadurch wird für die Betroffenen eine professionelle und zielgerichtete Hilfeleistung ermöglicht, während die notfallmedizinischen Teams entlastet werden und anderen Aufgaben nachgehen können.

Die Psychosoziale Notfallversorgung ist dabei als Akuthilfe gedacht, vergleichbar mit den Aufgaben des Sanitäts- und Rettungsdienstes bei medizinischen Fragestellungen. Sie fängt die Betroffenen in den ersten Minuten nach einem belastenden Ereignis auf und versucht durch präventive Maßnahmen langfristige Folgen zu vermeiden. Dabei ist sie explizit nicht mit einer Therapie zu verwechseln.

Wann komme ich mit einer Situation nicht mehr klar?
Ob uns eine Situation aus der Bahn wirft oder ob wir mit dieser gut umgehen können, das ist individuell sehr verschieden und hängt nicht zuletzt von den persönlichen Erfahrungen und Gewohnheiten ab. Was für den einen eine belastende Situation darstellt, kann für die andere Alltag sein. Ob uns eine Situation stresst, das hängt von unserer Bewertung und Interpretation ab. Können wir die spezielle Situation mit unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen bewältigen oder nicht? Je nachdem wie diese Bewertung ausfällt, werden wir der Situation vielleicht freudig, vielleicht gleichgültig oder eben verzweifelt oder wütend gegenüber stehen.

Stress drückt sich in unseren Gedanken (Erinnerungen, Flashbacks, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche,…), Emotionen (Angst, Schuldgefühle, Traurigkeit, übertriebene Heiterkeit, Perspektivlosigkeit,…) und Verhaltensweisen (Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Ess- und Trinkverhalten, Reizbarkeit, Rückzug, Vermeidungsverhalten,…) aus. Dazu kommen körperliche Symptome (Atemnot, Herzrasen, Schwindel, Schwitzen, Zittern,…).

Um ein aus dem Ruder laufen einer Stresssituation zu vermeiden, hilft es vor allem, dass man nach entsprechender Anspannung die Zeit gibt, um wieder runter zu kommen. Nur solche Erholungsphasen schaffen den nötigen “Puffer” für das nächste kritische Ereignis. Eine gesunde Selbstreflexion und das Erlernen von Entspannungstechniken kann euch dabei helfen.

Zuständigkeit:
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Mark Pollmann
Leiter PSNV-Team

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Andrea Scharein
Leiterin PSNV-Team

Erreichbarkeit:
✉ E-Mail:
psnv@demosanitaeter.com