Demonstration gegen Angriffe auf Rojava

Am heutigen Samstag fand der 1. Einsatz im Jahr 2026 statt. Rund 1500 Personen beteiligten sich an einer Demonstration gegen die Angriffe auf Rojava in Stuttgart. Seit Dienstag greifen Truppen der islamistischen Übergangsregierung Syriens (ehemals HTS) zusammen mit von der Türkei unterstützen Gruppen die vorwiegend kurdisch bewohnten Stadtteilen in Aleppo an. Die Asayîs (Innere Sicherheitskräfte Rojavas) versuchen seither die Zivilbevölkerung dort zu schützen. Dabei gibt es Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen. So sollen die Truppen der Übergangsregierung Zivilist*innen als menschliche Schutzschilde eingesetzt haben. Die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) wirft der Übergangsregierung in Damaskus und der Türkei vor in genozidaler Absicht gegen die kurdische Zivilbevölkerung vorzugehen. Wir begleiteten die Demonstration gegen diese Geschehnisse sanitätsdienstlich. Es gab keine Behandlungen.


Jahresrückblick 2025

Vor einem Jahr hatten wir bereits in unserem Jahresrückblick 2024 ein Rekordjahr festgestellt. Nun wurde dieser Rekord 2025 erneut mit noch mehr Einsätzen gebrochen. Bereits im Januar kam es zu verschiedenen antifaschistischen Kundgebungen und Demonstrationen. Im Fokus lag die anstehende Bundestagswahl, bei der die AfD schließlich mit einem Stimmenzuwachs von rund 10% aus dem Rennen ging.

Im Februar gingen die Proteste gegen die AfD und für eine klare Brandmauer gegen Rechts weiter, nachdem Union und FDP am 29. Januar zusammen mit der AfD im Bundestag eine Verschärfung der Migrationspolitik beschlossen hatten. Weitere Demonstrationen waren u.a. gegen die NATO-Sicherheitskonferenz in München, zum Gedenktag zu 5 Jahre Hanau, gegen den Völkermord in Palästina und in Solidarität zur inhaftierte Hanna.

Der März steht traditionell im Zeichen der Frauen*rechte. Uns so sicherten wir am 8. März gleich in 3 Städten die Frauen*kampfdemonstrationen ab: Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen. Außerdem betreuten wir die Proteste gegen die ultrarechte Demonstration „Gemeinsam für Deutschland“ in Stuttgart.

Der April begann für uns mit einem Global Climate Strike von Fridays for Future in Stuttgart und setzte sich mit dem traditionellen Ostermarsch fort, bevor am 26. April ultrarechte Gruppierungen gleich in 3 Städte in Baden-Württemberg mobilisierten. An diesem Tag sicherten wir die Proteste gegen „Gemeinsam für Deutschland“ in Reutlingen, Balingen und Karlsruhe ab.

Der Mai bleib auch nach dem Kampftag der Arbeiterklasse, den wir in Stuttgart, Waiblingen und Karlsruhe begleiteten, einsatzintensiv. Neben zwei alternativen Festivals gab es erneute mehrfach Proteste gegen die selbsternannte Alternative für Deutschland und eine erneute Demonstration von „Gemeinsam für Deutschland“, die von Protesten begleitet wurde.

Im Pride-Monat Juni sicherten wir in Tübingen den Christopher Street Day (CSD) und in Stuttgart die Critical pride ab. Außerdem hatten rechte Gruppen in Pforzheim gegen den dortigen CSD mobilisiert, wobei wir die antifaschistischen Proteste vor Ort begleiteten. Neben einer Solidaritätsdemonstration nach einem Knasturteil waren wir noch als Sanitätsdienst und mit einem Infostand beim Jahresfest des P8.

Der Pride-Monat setzte sich auch im Juli mit dem Christopher Street Day (CSD) in Schwäbsich Hall fort. Es folgten eine Demonstration gegen Polizeigewalt und das alljährliche Kicken gegen Rechts in Stuttgart, bei dem wir auch mit einer Übungsstation zur Reanimation und einem Erste-Hilfe-Quiz vor Ort waren.

Auch der August war noch Pride-Monat mit dem unkommerziellen CSD Nürnberg. Es folgten das alljährliche Umsonst & Draußen Festival und eine Palästinademonstration. Besonders in Erinnerung wird uns jedoch der Einsatz bei den „Rheinmetall Entwaffnen“ Protesten in Köln bleiben: Eine Woche Camp, zahlreiche Aktionen und Demonstrationen, massive Polizeigewalt, vor allem bei der abschließenden Großdemonstration, und 371 Patient*innen.

Der September behandelte die großen Themen des Jahres: zunehmende rechte Angriffe auf queere Menschen mit der Trans-Pride in Stuttgart, den Völkermord in Gaza mit einer Palästina-Demonstration in Stuttgart und das Erstarken der extremen Rechten mit der antifaschistischen Demonstration in Mannheim unter dem Motto „Es langt!“.

Ein weiteres Thema des Jahres war die zunehmende Militarisierung in Deutschland, das mit der „Nie wieder Krieg!“ Demonstration im Oktober adressiert wurde. Außerdem sicherten wir die Demonstration gegen das Entern der Gaza Globale Sumud-Flottille durch Israel in Karlsruhe und den Mad Pride Day in Stuttgart ab. Auch begannen wir mit Erste-Hilfe Workshops, um die Demonstrierenden besser zur Selbsthilfe zu befähigen.

Im November sicherten wir zunächst die Demonstration zum Tag gegen Gewalt an Frauen unter dem Motto „We fight back!“ ab, bevor wir zusammen mit viele Demonsanitäter*innen aus ganz Deutschland in Gießen die Proteste gegen die Neugründung der Jugendorganisation der Alternative für Deutschland (AfD) absicherten. Erneut kam es zu viel Polizeigewalt gegen die Demonstrierenden.

Den Abschluss des Jahres macht bekanntlich der Dezember. In diesem Jahr mit Protesten gegen das Fußballspiel Maccabi Tel-Aviv versus VfB Stuttgart, eine Demonstration gegen die Polizei-Überwachungssoftware Palantir in Stuttgart, die „No Justice, no Peace“ Demonstration in Ludwigsburg und den traditionellen Knastspaziergang an Silvester.

Auch hinter den Kulissen haben wir weiter am Ausbau unserer Struktur gearbeitet und z.B. ein neues Lager in Karlsruhe bezogen, Mitgliedsausweise eingeführt und eine große Spendenkampagne durchgeführt.


Die Spendenkampagne 2025

Anfang des Jahres 2025 sah es für unseren Verein finanziell wirklich schlecht aus, auch wenn wir von einer Pleite zum Glück noch weit entfernt waren. Die 2024 nachgelassenen Spenden bedeuteten für uns eine schwierige Situation, die weitere Investitionen in den Ausbau des Vereins, z.B. die Miete für das neue Lager in Karlsruhe, unmöglich gemacht und die wenigen Rücklagen des Vereins nach und nach aufgefressen hätten.

Um so glücklicher können wir nun auf eine sehr erfolgreiche Spendenkampagne im vergangenen Jahr zurück blicken, die uns viele Spenden beschert und den Verein so auf finanziell solidere Füße gestellt hat. Viele einmalige Spenden haben es uns ermöglicht, neue Rücklagen zu bilden, die den Fortbestand des Vereins und unserer Arbeit sichern. Gleichzeitig haben wir auch neue Spender*innen gewonnen, die uns regelmäßig mit kleineren Beträgen unterstützen. Hier bedarf es künftig aber auch weiter neuer regelmäßiger Spenden, um die laufend anfallenden Kosten bei steigenden Preisen zu decken. Wer nun Lust bekommen hat, uns auch regelmäßig zu unterstützen, bekommt HIER alle Informationen.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Spender*innen bedanken, die unsere Arbeit finanziell unterstützen und so überhaupt erst ermöglichen. Außerdem wollen wir einen besonderen Dank an die vielen Organisationen richten, die unsere Spendenkampagne weiterverbreitet oder sogar eigene Veröffentlichungen im Rahmen der Kampagne gemacht haben. Euer Vertrauen in uns und euer Engagement für uns hat uns sehr berührt.


Die Einsatzstatistik 2025

Im Jahr 2025 waren wir für euch insgesamt 56 Mal im Einsatz. Damit konnten wir in diesem Jahr 4 Einsätze mehr bewältigen als im Jahr zuvor. Trotzdem konnten wir aber immer noch nicht bei allem dabei sein, wofür wir angefragt wurden und wo es wichtig gewesen wäre. Die Zahl der Einsatztage lag dabei bei 55, was durchschnittlich mehr als einen Einsatztag pro Woche bedeutet. 4 Einsätze erstreckten sich über mehrere Tage. An 9 Tagen fanden 2 bis 5 Einsätze parallel oder nacheinander statt. Insgesamt versorgten wir 695 Patient*innen, was eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 399 Patient*innen ist und die höchste Zahl, die wir je in einem Jahr versorgt haben. Auch die Zahl der Übergaben an Rettungsdienst, Krankenhäuser und Arztpraxen nahm gegenüber den Vorjahren deutlich zu und betrug 51 Übergaben im Jahr 2025 gegenüber 17 Übergaben im Jahr 2024. Da vor allem Patient*innen in eine Weiterbehandlung übergeben werden, die nicht vor Ort ausreichend versorgt werden können, ist dadurch auch eine Zunahme der Verletzungs- bzw. Erkrankungsschwere feststellbar.


Die Versorgungszahlen aufgeschlüsselt:

Jahr 2025Jahr 2024 (Vergleich)
chirurgisch416189
internistisch13963
Reizgase89110
psychisch5137

Die Statistik nach Monaten:


Folgende Einsätze hatten mindestens 15 Hilfeleistungen:

Die Gesamtpatient*innenzahlen können abweichen. Es wurden lediglich Versorgungen durch unsere eigenen Kräfte bzw. unter deren Aufsicht aufgeführt, nicht aber Versorgungen anderer Sanitätsorganisationen. Dunkelziffern sind ebenfalls nicht berücksichtigt.

  • März: „Den rechten Aufmarsch verhindern“ Proteste (32 Versorgungen) – Stuttgart
  • April: Proteste gegen „Gemeinsam für Deutschland“ Demonstration (23 Versorgungen) – Reutlingen
  • Juni: P8-Jahresfest (15 Versorgungen) – Karlsruhe
  • Juli: Kicken gegen Rechts (36 Versorgungen) – Stuttgart
  • August: Umsonst & Draußen Festival (90 Versorgungen) – Stuttgart
  • August: Rheinmetall Entwaffnen Camp, Aktionen & Demonstrationen (371 Versorgungen) – Köln
  • November: Proteste gegen Neugründung der AfD Jugendorganisation (31 Versorgungen) – Gießen

Wir freuen uns auf ein tolles Jahr 2026 mit euch!


Polizei behindert Sanitätsdienst an Silvester: Platzverweis und Androhung von Festnahme

Auch im Dezember waren wir wieder fleißig für euch im Einsatz. Nach Der Kundgebung gegen das Fußballspiel Tel-Aviv gegen VfB Stuttgart am 10.12.2025 folgten am 13.12.2025 gleich zwei Demonstrationen. Zunächst sicherten wir die Demonstration gegen die Einführung der Überwachungssoftware Palantir des ultrarechten amerikanischen Milliardärs Peter Thiel ab. Danach ging es am selben Tag nach Ludwigsburg zur „No Justice, No Peace“ Demonstration, die sich u.a. gegen die Kürzungen in der mobilen Jugendarbeit richtete.

Der Abschluss des Jahres war wie immer der Knastspaziergang an Silvester, der in diesem Jahr unter dem Motto „Stadt der Klassenjustiz, Kampf der Klassenjustiz – Silvester zu den Knästen“ in Karlsruhe stattfand. In einer Karlsruher Außenstelle ist ein Mitglied der sogenannten „Ulm 5“ inhaftiert, um die propalästinensischen Aktivist*innen, denen eine Aktion im September 2025 gegen den israelische Rüstungskonzern Elbit Systems in Ulm vorgeworfen wird, von einander zu trennen. Unterstützer*innen erheben schwere Vorwürfe wegen den Haftbedingungen. Konkret wird unter anderem die Isolationshaft kritisiert, die über das normale Maß der Untersuchungshaft hinausgeht, sowie eine mangelhafte medizinische Betreuung, unzureichende Versorgung mit Nahrungsmitteln, Verweigerung des Kontakts zu Anwält*innen und weitere erniedrigende Praktiken und Misshandlungen, wie der Zwang über Stunden in Unterhose ohne BH eingesperrt zu sein.

Die Demonstration startete um 17:00 Uhr auf dem Europaplatz mit einer Auftaktkundgebung. Danach lief sie über das Rathaus West zur Justizvollzugsanstalt, wo die Gefangenen mit Pyrotechnik gegrüßt wurden. Die Polizei löste daraufhin die Versammlung auf und forderte die Teilnehmer*innen auf, sich in Kleingruppen zu entfernen. Der Aufforderung kamen die Versammlungsteilnehmer*innen nach. Ein Teil der Aktivist*innen fand sich einige hundert Meter weiter zusammen, um gemeinsam zur Bahn zu laufen. Daraufhin kam es zu Festnahmen durch die Polizei, die die Aktivist*innen auch bis zur Bahn verfolgte. An der Bahnhaltestelle kam ein Polizist auf unsere Sanitätskräfte zu und führte eine Identitätsfeststellung durch. Auf Nachfrage, warum er die Personenkontrolle durchführt, wurde zunächst lediglich auf eine anlasslose Kontrolle verwiesen und dann gesagt „Nicht diskutieren, sonst geht’s für Sie direkt in die Zelle.“ Nach Rückgabe der Personalausweise wurde dann behauptet, dass unsere Sanitätskräfte Teil der Versammlung gewesen seien und ein Platzverweis bis zum Morgen für die Karlsruher Innenstadt ausgesprochen. Auf den rechtlichen Hinweis, dass unsere Sanitäter*innen keine Versammlungsteilnehmer*innen sind, wurde direkt erneut mit „einer Nacht im Gewahrsam“ gedroht.

Wir kritisieren dieses Vorgehen gegen unsere Sanitätskräfte scharf. Als von den Veranstalter*innen beauftragter Sanitätsdienst sind wir rechtlich kein Teil der Versammlung, sondern haben die Funktion die Veranstaltung medizinisch zu betreuen und so zur Sicherheit für alle vor Ort beizutragen. Rechtlich ist nicht jede Person im Umfeld einer Versammlung automatisch Versammlungsteilnehmer*in. Nur wer erkennbar an der Meinungsäußerung während der Versammlung, z.B. durch Skandieren, Nutzung von Versammlungsmittel oder Mitlaufen im Block, teilnimmt, ist auch Teil der Versammlung. So sind auch Journalist*innen und Polizeikräfte, aber auch Passant*innen, die zufällig vorbei kommen, nicht Versammlungsteilnehmer*innen. Unsere Sanitätskräfte laufen außerhalb der Versammlung, nutzen keine Versammlungsmittel und sich durch rettungsdiensttypische Einsatzkleidung klar in ihrer Funktion erkenntlich. Willkürliche Platzverweise und Androhungen von Ingewahrsamnahmen dieser Art sind klar rechtswidrig und behindern unsere Sanitätskräfte bei ihrer Arbeit. Wir fordern die Polizei Karlsruhe auf solche Maßnahmen künftig zu unterlassen und die rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit einzuhalten.


Kundgebung gegen Fußballspiel VfB Stuttgart gegen M. Tel-Aviv

Heute sicherten wir die Kundgebung gegen das morgige Fußballspiel des VfB Stuttgart gegen Maccabi Tel-Aviv ab. Rund 100 Personen beteiligten sich angesichts der anhaltenden Menschenrechtsverletzungen Israels gegen Palästinenser*innen an der Versammlung. Wir hatten keine Behandlungen.


Widersetzen – Proteste gegen Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation

Das bundesweite Widersetzen-Bündnis rief am heutigen Samstag zum Widersetzen gegen die Gründungssitzung der neuen Jugendorganisation der gesichert rechtsextremen AfD auf. Das Ordnungsamt erklärte die Gießener Weststadt zur Protestverbotszone, was bereits seit Anfang der Woche für bundesweite Schlagzeilen und mehrere Gerichtsverfahren sorgte. David Werdermann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte führte gegenüber netzpolitik.org aus „Die Versammlungsfreiheit umfasst auch die freie Wahl des Ortes, dem insbesondere bei Gegenprotesten eine besondere Bedeutung zukommt.“. Trotz aller Bemühungen gab es, abgesehen vom Bus des Zentrums für politische Schönheit (Adenauer SRP+) und einem Anarchie-Camp mit ca. 20 Personen, keine genehmigte Kundgebung in Sicht- und Hörweite.

Am heutigen Samstag ließ sich eine mittlere fünfstellige Zahl an Demonstrierenden nicht davon abhalten, ihrem Unmut gegenüber der Neugründung dieser Jugendorganisation Raum zu verschaffen. Um die Anreise der Teilnehmer*innen des Gründungskongresses zu verhindern, fuhren etwa 200 Busse an verschiedene Orte rund um die Stadt Gießen. Bereits um 22 Uhr war für unsere Sanitäter*innen Abfahrt in Stuttgart. Zwei unserer Teams begleiteten verschiedene Finger seit den frühen Morgenstunden mit wenig Schlaf und schweren Rucksäcken über Straßen und unwegsames Gelände.

An etwas Frühsport in Form von kurzen Sprints mangelte es auch nicht. Schließlich meldete der Widersetzen Aktionsticker gegen 7:30 Uhr 11 Blockadepunkte, die die Zufahrtswege zur Messe Gießen weiträumig versperrten. Immer wieder gab es Zusammenstöße mit der Polizei, Räumungen und einige kleinere Versorgungen durch unsere beiden Teams. Nach einer Spontandemonstration in die Nähe der Messehallen, gab es noch eine Dusche durch Wasserwerfer für die Demonstrierenden. Diese beendete dann die Spontandemonstration und in Folge dessen auch unseren Einsatz vor Ort.

Neben uns beteiligten sich viele Teams von verschiedenen Sanitätsstrukturen und Gruppen aus ganz Deutschland am Einsatz. Unsere Teams befinden sich wieder auf dem Heimweg, wo noch das Nötigste verräumt und die Einsatzkleidung wieder gegen die Private im Vereinsheim getauscht werden kann. Ein 24-Stunden-Dienst der etwas anderen Art und körperlich sehr fordernd. Wir bedanken uns ganz ausdrücklich bei den anderen Teams für die tolle Zusammenarbeit vor Ort, besonders jedoch bei der Sani-AG des Widersetzen-Bündnisses, die den Einsatz im Vorfeld geplant und die Sanitätskräfte vor Ort koordiniert haben.


Demonstration zum Tag gegen Gewalt an Frauen

Am gestrigen Dienstag nahmen laut Veranstalter*innen trotz kaltem und regnerischem Wetter rund 1200 Personen an der Demonstration zum Tag gegen Gewalt an Frauen in Stuttgart teil. Um 17:30 Uhr begann die Demonstration mit einer Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz in der Innenstadt. Nach mehreren Redebeiträgen zog die Demonstration über die Eberhardstraße am Marktplatz vorbei zum Schlossplatz, wo sie mit einer Endkundgebung abschloss.

Wir begeleiteten die Demonstration mit einem Sanitätsteam. Mussten aber keine Patient*innen versorgen.

Nach Beendigung der Demonstration erhielten wir einen Alarm der Region der Lebensretter. Dabei handelt es sich um eine App für medizinisches Fachpersonal, die einen alarmiert wenn in der Nähe eine Person bei der Leitstelle als bewusstlos oder mit Herzkreislaufstillstand gemeldet wird. Dadurch soll die Zeit bis zum Beginn von Reanimationsmaßnahmen verkürzt und so das Outcome der Patient*innen verbesser werden. Wir trafen aber in diesem Fall keine hilfsbedürftige Person mehr am Notfallort an und konnten auch dem Rettungsdienst Entwarnung geben.


Erste Hilfe Workshop auf Demonstrationen

Gestern haben wir „Widersetzen Ulm“ für einen Erste Hilfe Workshop besucht. In dem 5-stündigen Workshop durften die Teilnehmer*innen sich mit verschiedenen typischen und wichtigen medizinischen Notfällen im Versammlungskontext auseinander setzen und praxisnah lernen, wie sie medizinische Hilfe leisten können.

Wir freuen uns, dass wir mit diesem Workshop unser neues Konzept für Erste Hilfe Workshops erstmals umsetzen konnten. Die Befähigung von Teilnehmer*innen von Demonstrationen und Aktionen zur Selbsthilfe sehen wir als essentiellen Bestandteil unseres multimodalen Sanitätsdienstkonzeptes an. Mehr dazu und wie ihr selber bei medizinischen Notfällen helfen könnt, findet ihr auf unserer Webseite: https://demosanitaeter.com/erste-hilfe-auf-demonstrationen/


Mad Pride Day Stuttgart

Am gestrigen Samstag sicherten wir den ersten Mad Pride Day in Stuttgart als Sanitätsdienst und mit Psychosozialer Notfallversorgung (PSNV) ab. An der Demonstration für die Akzeptanz und Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen beteiligte sich eine niedrige dreistellige Anzahl Personen. Im Anschluss ging es im CVJM Haus u.a. mit einer Podiumsdiskussion und anschließender Live-Musik weiter.


Demonstrationen für den Frieden

Am vergangenen Donnerstag versammelten sich weltweit Menschen um gegen die Kriegsverbrechen der israelischen Regierung in Gaza zu demonstrieren. Aktueller Anlass war das Entern der Schiffe der Gaza-Hilfsflotte durch die israelische Armee. Auch in Karlsruhe demonstrierten am 2. Oktober ca. 400 Personen. Wir begleiteten die Demonstration sanitätsdienstlich.

Am Tag darauf folgte die Absicherung der Großdemonstration „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder!“ in Stuttgart, zu der ein breites Bündnis aus fast 500 Initiative, Organisationen und Parteien aufgerufen hatte. Rund 15.000 Teilnehmer*innen setzten ein Zeichen gegen die aktuell zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und den Aufrüstungskurs der Bundesregierung.


„Es langt!“ Demo in Göppingen

Gestern haben wir die „Es langt!“ Demonstration in Göppingen sanitätsdienstlich abgesichert. Ca. 200 Menschen protestierten gegen den Rechtsruck, der sich auch in Göppingen bemerkbar macht. Dort kommt es immer wieder zu Angriffen auf migrantische, queere und links gelesene Personen.

Wir hatten drei kleinere Behandlungen.