“Kein Bock auf Nazis” Festival in Kusel

Am gestrigen Samstag sicherten wir das “Kein Bock auf Nazis” Festival auf der Burg Lichtenberg in Kusel ab. Leider spielte jedoch das Wetter den Veranstalter*innen einen gehörigen Streich, sodass die Anzahl der Besucher*innen deutlich unter den Erwartungen blieb. Trotzdem kam bei  Mal Élevé als Hauptakt unter den Anwesenden richtig Stimmung auf. Wir freuen uns trotzdem, dass wir bei der Veranstaltung dabei sein durften und bedanken uns für den netten Empfang durch die Veranstalter*innen und die gute Organisation.


Rheinmetall Entwaffnen: hohe Verletztenzahlen & verletzter Sanitäter

Dieses Wochenende sichert ein Team der Sanitätsgruppe Süd-West e.V. zusammen mit anderen Demosanitätsgruppen die Proteste von “Rheinmetall Entwaffnen” in Kassel sanitätsdienstlich ab.

Im Verlauf der Blockadeaktionen am Freitag Morgen kam es dabei zu einem massiven Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken durch anwesende Polizeikräfte gegen Versammlungsteilnehmer*innen. In der Folge mussten insgesamt 87 Personen (80x Pfefferspray, 7x chirurgisch) behandelt werden. Wir bedanken uns an dieser Stelle neben den anderen Demosanitäter*innen vor allem bei den Versammlungsteilnehmer*innen, die die Behandlung tatkräftig unterstützt haben, indem sie Verletzte betreut oder weiteres Wasser für die Augenspülung besorgt haben. Im Zuge der Polizeimaßnahmen wurde auch ein Sanitäter der Sanitätsgruppe Süd-West e.V. durch Pfefferspray verletzt während er sich in einer Patient*innenbehandlung befand. Unsere Sanitätskräfte sind durch leuchtende Einsatzkleidung klar gekennzeichnet und von anderen Personen unterscheidbar.


41. Umsonst & Draußen Festival Stuttgart

Am vergangenen Wochenende hieß es “Endlich wieder U&D”. Nach 2 Jahren Pause aufgrund der Corona-Pandemie fand endlich wieder das Umsonst & Draußen Festival auf der Universitätswiese in Stuttgart-Vaihingen statt. Seit vielen Jahren sind wir als Sanitätsdienst Teil der nicht-kommerziellen Kulturveranstaltung, die sich selbst oft zutreffend als “liebevoll organisiertes Chaos” beschreibt. Dabei stellt das U&D für uns nicht nur einen normalen Sanitätsdienst dar, sondern ist regelmäßig das Event des Jahres, bei dem aktuell aktive und ehemalige Vereinsmitglieder zusammenkommen.

Unser Einsatz begann am Mittwoch mit dem Aufbau unserer großen Sanitätsstation mit insgesamt 4 Behandlungsplätzen und einem Helfer*innenaufenthalt. Der Aufbau wurde am Donnerstag fortgesetzt, bevor das Festival am Freitag Nachmittag begann. Es folgten 3 Tage Festival bei wunderschönem Wetter. Bands spielten abwechselnd auf der Bühne im Zirkuszelt und der Openair-Bühne. Eine Kinderwerkstatt und eine Wasserrutschbahn sorgten auch bei den Kleinen für jede Menge Spaß. Gegen Abend wurden nicht nur die Schlangen an den Essens- und Getränkeständen immer länger, sondern auch die restliche Wiese, vor allem vor den Bühnen füllte sich immer mehr. Als Hauptakt trat in diesem Jahr Pussy Riot auf. Die russische Punkband wurde durch ihr regierungskritisches Engagement und ihre politische Verfolgung in Russland bekannt.

Im Laufe unseres Sanitätsdienstes hatten wir insgesamt 152 Behandlungen – ca. 1/3 mehr als im Durchschnitt der vergangenen Umsonst & Draußen Festivals. Zurückzuführen ist diese Zunahme auf die besonders hohe Zahl an Insektenstichen in diesem Jahr, die 80 Behandlungen verursachte. Zwei Mal musste der öffentliche Rettungsdienst hinzugezogen werden. Vier weitere Male mussten Patient*innen ohne Rettungsdienst in eine Weiterbehandlung von Notfallpraxis oder Krankenhaus übergeben werden.

Wir freuen uns auf das kommende 42. Umsonst & Draußen Festival in einem Jahr.


Eindrücke vom 41. Umsonst & Draußen Festival:


Unsere Sanitätsstation auf dem Umsonst & Draußen 2022:


Auch Zeit für Übungen gab es auf dem Umsonst & Draußen:


Mainz am 16. Juli 2022 in Bildern

Wir freuen uns, dass 3 Pressefotograf*innen uns eindrückliche Bilder von unserem Einsatz am 16. Juni 2022 in Mainz zur Verfügung gestellt haben, die wir hier mit euch teilen wollen. Wir mussten an diesem Tag 70 Patient*innen versorgen (mehr zu den Verletztenzahlen in unserem ersten Beitrag). Die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Viele Teilnehmer*innen der Proteste gegen den Nazi-Aufmarsch der sogenannten “Neuen Stärke” halfen sich gegenseitig. Weitere Demosanitäter*innen und der öffentliche Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort und in die Verletztenversorgung involviert.

Bildquellen:

Bilder 1 & 2: Lukas Görlach / VRM

Bild 3: Maximilian von Lachner

Bilder 4, 5 & 6: Fabian Janssen

Dankeschön ❤


Hohe Verletztenzahlen bei Protesten gegen Nazi-Aufmarsch in Mainz

Heute sicherten unsere Sanitätskräfte parallel die antifaschistischen Proteste gegen den AfD-Landesparteitag in Stuttgart / Leinfelden-Echterdingen und gegen den Naziaufmarsch in Mainz ab.

Während es in Stuttgart weitgehend ruhig bleib und niemand von uns behandelt werden musste, kam es in Mainz zu einer hohen Zahl von verletzten Demonstrierenden, vor allem durch Polizeimaßnahmen. Unsere Sanitäter*innen versorgten insgesamt 70 Patient*innen (47x Pfefferspray, 20x chirurgisch und 3x internistisch). Insgesamt 9 Patient*innen mussten von uns in eine ärztliche Weiterbehandlung oder an den öffentlichen Rettungsdienst übergeben werden. Weitere Demosanitäter*innen anderer Gruppen und der öffentliche Rettungsdienst (mit Organisatorischem Leiter Rettungsdienst) waren vor Ort und versorgten weitere Patient*innen, sodass von einer deutlich höheren Gesamtzahl auszugehen ist.

Wir bedanken uns besonders beim öffentlichen Rettungsdienst und den vor Ort befindlichen Feuerwehrleuten, sowie den anderen beteiligten Demosanitäter*innen für die professionelle Zusammenarbeit zum Wohle der Patient*innen.


Mut gegen Rechts Ludwigsburg

Wie bereits in den vergangenen Jahren – Pandemiejahre ausgenommen – waren wir auch in diesem Jahr wieder beim “Mut gegen Rechts” Festival auf dem Campus des Goethe-Gymnasiums in Ludwigsburg dabei. Viele Stände verschiedener Initiativen, leckeres Essen, gute Musik und inhaltliche Inputs machen das “Mut gegen Rechts” für uns zu einem ganz besonderen Event. Wir danken den Organisator*innen für diesen schönen Nachmittag und freuen uns schon aufs Mut gegen Rechts 2023.


Raus aus der Grauzone Festival Ulm

Dieses Wochenende sicherten wir über zwei Tage das “Raus aus der Grauzone” Festival in Ulm ab. Mit Rap und Punk wurde im Club Action in der Kienlesbergbastion eine Alternative zum “Rock dein Leben” Festival in der Nähe Ulms geschaffen, dass seit Jahren für sein rechtsoffenes Lineup, u.a. Freiwild, bekannt ist.

Wir blicken auf ein wunderschönes Wochenende mit schönem Wetter, guter Musik, toller Atmosphäre und noch tolleren Menschen zurück. Beeindruckt waren wir auch von dem deutlich Fokus auf Awareness, sodass sich alle Besucher*innen sicher und aufgehoben fühlen konnten. Das konnte auch der nächtliche Besuch einiger Nazis nach Konzertschluss nicht verhindern, bei dem einige Fahnen entwendet, ein Fahrrad beschädigt und Plakate zerrissen wurden.

Wir danke dem Veranstaltungsteam für zwei unvergessliche Tage und freuen uns über viele neue Bekanntschaften. Gerne kommen wir bei Gelegenheit mal wieder nach Ulm.

Unsere Sanitätsstation:

Tag 1:

Tag 2: