Am vergangenen Samstag demonstrierten erneut ca. 2000 Personen in Stuttgart gegen die Angriffe auf die südkurdische Provinz Rojava. Wir begleiteten die Demonstration sanitätsdienstlich und hatten 2 Behandlungen.


Am vergangenen Samstag demonstrierten erneut ca. 2000 Personen in Stuttgart gegen die Angriffe auf die südkurdische Provinz Rojava. Wir begleiteten die Demonstration sanitätsdienstlich und hatten 2 Behandlungen.


Seit Tagen greift die islamistische HTS, die sich inzwischen als Übergangsregierung Syriens bezeichnet, mit Unterstützung des NATO-Landes Türkei die autonome Region Rojava in Syrien an. Es gibt viele Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen gegen die dortige Zivilbevölkerung, sowie über den Ausbruch von Gefängnisinsassen, die dem IS angehören. Kobane ist belagert. Dagegen gab es in den vergangenen Tagen wiederholt Demonstrationen in Stuttgart, die mehrfach von uns abgesichert wurden. Auch am gestrigen Samstag waren wir bei der Demonstration mit ca. 3000 bis 4000 Teilnehmer*innen vor Ort.
Am heutigen Samstag fand der 1. Einsatz im Jahr 2026 statt. Rund 1500 Personen beteiligten sich an einer Demonstration gegen die Angriffe auf Rojava in Stuttgart. Seit Dienstag greifen Truppen der islamistischen Übergangsregierung Syriens (ehemals HTS) zusammen mit von der Türkei unterstützen Gruppen die vorwiegend kurdisch bewohnten Stadtteilen in Aleppo an. Die Asayîs (Innere Sicherheitskräfte Rojavas) versuchen seither die Zivilbevölkerung dort zu schützen. Dabei gibt es Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen. So sollen die Truppen der Übergangsregierung Zivilist*innen als menschliche Schutzschilde eingesetzt haben. Die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) wirft der Übergangsregierung in Damaskus und der Türkei vor in genozidaler Absicht gegen die kurdische Zivilbevölkerung vorzugehen. Wir begleiteten die Demonstration gegen diese Geschehnisse sanitätsdienstlich. Es gab keine Behandlungen.

Heute waren wir mit 3 Sanitäter*innen bei der Demonstration gegen Krieg, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit des „Bündnis demokratischer Kräfte in Europa” (tr. Avrupa Demokratik Güç Birliği, ADGB). Laut Veranstalter*innen zogen ca. 1000 Menschen lautstark durch Stuttgart um sich für den Erhalt der autonomen Region Rojava einzusetzen. Das Thema der Demonstration war aufgrund der aktuellen Situation kurzfristig im Rahmen des Aktionstages von RiseUp4Rojava geändert worden.
Rojava ist eine selbstverwaltete Region im Nord-Osten Syriens bzw. Westkurdistan mit basisdemokratischen Sturkturen. Sie wird von einem Bündnis kurdischer und arabischer Verteidigungseinheiten geschützt, dass den Namen Demokratische Kräfte Syriens (Syrian Democratic Forces, SDF) trägt. Es war auch maßgeblich am Zurückdrangen des Islamischen Staats (IS) beteiligt.
Nach dem Sturz des Assad Regimes in Syrien wird Rojava aktuell, von islamistischen Milizen und dem türkischen Truppen belagert und angegriffen, die ersten Städte sind bereits in ihre Hände gefallen. Erste Berichte über Hinrichtungen von Freiheitskämpfer*innen und Minderheiten werden veröffentlicht.
Der Einsatz verlief für uns ruhig und nach ca. 2h und einer Behandlung konnten unsere Einsatzkräfte den Heimweg antreten.

Medizin ist teuer. Daher sind wir bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit auch auf deine Unterstützung angewiesen. Dabei helfen uns vor allem kleinere regelmäßige Spenden, die uns Planungssicherheit geben, am Besten per Dauerauftrag. Unser Spendenkonto:
Sanitätsgruppe Süd-West e.V.
IBAN DE92 6009 0100 0524 5980 02
BIC VOBADESS (Volksbank Stuttgart eG)
Verwendungszweck: Spende
Spendenbescheinigung auf Anfrage!
Die Angriffe der Türkei auf das autonome Gebiet Rojava im Norden Syriens halten an. Dagegen fanden auch heute wieder Proteste in Stuttgart statt. Unser Team übernahm die medizinische Absicherung.
Heute standen für unser sechsköpfiges Team gleich 2 Demonstrationen in #Stuttgart an. Zunächst sicherte unser Team die Demonstration gegen das geplante baden-württembergische Polizeigesetz ab. Anschließend ging es zur Absicherung der kurdischen Proteste gegen den türkischen Einmarsch in Syrien. Insgesamt mussten unsere Einsatzkräfte heute 26 Patient*innen behandeln, davon 25 aufgrund mehrfachem Pfeffersprayeinsatz bei den kurdischen Protesten in der Innenstadt.