6 Jahre Hanau-Morde

Am vergangenen Donnerstag jährte sich zum 6. Mal der rassistische Amoklauf in Hanau, bei dem 10 Personen mit Migrationshintergrund (Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kalojan Velkov und Ibrahim Akkuş) ermordet wurden. Unter dem Motto „6 Jahre danach – say their names“ gingen rund 200 Teilnehmer*innen in Karlsruhe auf die Straße. In Stuttgart beteiligten sich rund 250 Personen am „antirassistischen Kampftag“ in Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau. Wir sichten beide Demonstrationen neben einer weiteren Veranstaltung sanitätsdienstlich ab. Es gab eine Hilfeleistung.


5. Jahrestag von Hanau

Am 19. Februar 2020 erschoss ein Faschist in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund, sowie seine Mutter. Weitere Personen wurden verletzt. Der Anschlag, bei dem der Täter gezielt Orte aufsuchte, die häufig von Migrant*innen besucht wurden, reiht sich ein in eine zunehmende Zahl rechter Gewalttaten in einer Zeit, in der Rassismus zunehmend hoffähig wird. Auch wird den Behörden eine Vielzahl von Verfehlungen vorgeworfen, z.B.: unerreichbarer Polizeinotruf, auf Anweisung der Polizei blockierte Notausgangstüren um einfacher regelmäßige Razzien durchführen zu können und die Erteilung einer Waffenbesitzerlaubnis trotz bekannter Gefährdung an den Täter. Auch an der Aufarbeitung des behördlichen Fehlverhaltens gibt es Kritik. So wurden Ermittlungen teils erst durch Druck der Angehörigen eingeleitet und verliefen im Sande.

Am gestrigen 5. Jahrestag fanden in verschiedenen Städten in Deutschland Kundgebungen und Demonstrationen statt, um der Opfer zu Gedenken und für eine vielfältige Gesellschaft ohne rassistische Hetze, Ausgrenzung und Gewalt zu demonstrieren. Wir sicherten die Versammlungen in Karlsruhe und Stuttgart sanitätsdienstlich ab, an denen sich ca. 600 bzw. 500 Personen beteiligten. In Karlsruhe hatten wir keine Behandlungen, in Stuttgart wurden zwei Personen behandelt.

Wir wünschen die Angehörigen der Opfer viel Kraft.


Mit dem Fahrrad durch die Hitze

Heute begleiteten wir mit einem Team eine Raddemonstration mit ca. 300 bis 400 Teilnehmer*innen von Frankfurt a.M. nach Hanau. Sie war Teil einer Radsternfahrt zum Gedenken an die Opfer des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau, bei dem 9 Personen mit Migrationshintergrund ums Leben kamen.

Wir mussten während des Einsatzes zwei leichte Verletzungen versorgen. Wir bedanken uns beim DRK OV Hanau, die die gemeinsame Endkundgebung der Sternfahrt absicherten, für die gute Zusammenarbeit.

Außerdem führen wir heute eine COVID19-Schnelltestaktion beim Bewegungsratschlag des Bündnises „Rheinmetall entwaffnen“ in Stuttgart durch.