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Schlagwort: Antifaschismus

45 Verletzte bei #BlockTDDZ Einsatz

Heute sicherten wir mit mehreren Teams die Proteste gegen den u.a. von der NPD veranstalteten sogenannten “Tag der deutschen Zukunft” TDDZ in Worms ab. Bei den letzlich erfolgreichen Versuchen, die Demonstrationsroute zu blockieren kam es mehrfach zu Zusammenstößen, bei denen Demonstrantinnen durch die Polizei verletzt wurden. Bei hoher Dunkelziffer wurden von uns und anderen Demosanitäterinnen insgesamt 45 Patient*innen (vor allem Pfefferspray und leichte Verletzungen) versorgt.

Einsatz bei #BlockTDDZ

Am morgigen Samstag werden wir die Proteste gegen den rechten Aufmarsch in Worms absichern. Dabei werden wir unter 0170/8318315 erreichbar sein. In schweren medizinischen Notfällen bitte zusätzlich einen Notruf unter 112 absetzen. Passt auf euch auf morgen und tut euch nicht weh.

Plötzlich ging alles sehr schnell

Gerade steht das dampfende Mittagessen auf dem Tisch und soll nun auf die Teller. Doch Moment, eine Nachricht auf dem Smartphone lässt aufhorchen: Die Identitäre Bewegung hat das DBG-Haus besetzt. Es wird zu Gegenprotesten mobilisiert – jetzt, sofort.

Nun muss alles schnell gehen, denn Demonstrantinnen und Polizei warten mit ihren Aktionen nicht, bis der Sanitätsdienst vor Ort ist. Dass ein hohes Gefahrenpotential besteht, versteht sich von selbst. Ein halbe Stunde später ist das erste Team mit leichtem Material vor Ort und gibt eine Lagemeldung, an die anderen Einsatzkräfte. Es ist soweit relativ ruhig. Polizei und Gegendemonstrantinnen sind vor Ort. Eine Stunde nach Alarm sind dann auch die restlichen Einsatzkräfte mit schwererem Material in der Innenstadt eingetroffen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Meiste schon gelaufen. Verletzt wurde niemand.

Damit war der Tag aber noch nicht gelaufen:

Das Kisenbündnis, dem u.a. DIE LINKE. Kreisverband Stuttgart, ver.di Bezirk Stuttgart, Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region und Solidarisches Stuttgart angehören, hatte unter dem Motto “Eure Krise – Nicht auf unserem Rücken” auf 14 Uhr zur Kundgebung im oberen Schlossgarten aufgerufen. Wir sicherten die Kundgebung medizinisch ab, auf der u.a. ein Redner der Gewerkschaft NGG Region Stuttgart über die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie sprach. Nach Beendigung der Versammlung zogen einige Demonstrant*innen zum Neuen Schloss und brachten dort ein Banner mit der Aufschrift: “Ministerium zur Durchsetzung von Kapitalinteressen” an. Damit endete auch unser zweiter Einsatz. Wir mussten lediglich eine Person behandeln.

Keine Verletzten, aber großes Polizeiaufgebot

Wer heute bei wunderschönem Sonnenschein an einem Sonntag durch die Innenstadt schlenderte, konnte sich schon arg wundern. Polizei wohin das Auge blickte. Mit einem großen Aufgebot inklusive zweier Wasserwerfer sicherten sie die heutige AfD Demonstration auf dem Schillerplatz ab.

Den Gegenprotest ließ sich das Bündnis Stuttgart gegen Rechts aber nicht nehmen. Ca. 300 Leute waren ihrer Mobilisierung zur Gegenkundgebung unter dem Motto “Gegen rechte Stimmungsmache” auf den Marktplatz gefolgt. Später zog man zum Protest in Sicht- und Hörweite Richtung Schlossplatz und beendet den Gegenprotest schließlich mit einer Spontandemonstration über die Königstraße.

Die Sanitätsgruppe Süd-West e.V. sicherte die Gegenproteste mit 8 Einsatzkräften medizinisch ab. Der Einsatz verlief ruhig und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Patient*innen mussten nicht versorgt werden.

Einsatz bei Protesten gegen AfD Demonstration

Nachdem der Verwaltungsgerichtshof Mannheim das Verbot der morgigen AfD Demonstration in Stuttgart gekippt hat, wird diese wohl wie geplant stattfinden. Das Bündnis Stuttgart gegen Rechts ruf zur Gegendemonstration um 12:30 Uhr auf dem Marktplatz auf. Wir werden die Gegenproteste sanitätsdienstlich absichern. Dazu werden wir morgen mit mehreren Teams im Bereich Marktplatz/Schillerplatz im Einsatz sein. Solltet ihr Hilfe benötigen und trotzdem niemanden von uns sehen, so sind wir unter 0170/831 831 5 erreichbar. Bei schweren Notfällen bitte zusätzlich einen Notruf über die 112 absetzen, da je nach Einsatzlage schnelle medizinische Hilfe nicht immer garantiert werden kann.

Passt auf euch auf und tut euch nicht weh! Bis morgen!